Die drei wichtigsten Kollagen-Typen unterscheiden sich vor allem darin, wo sie im Körper vorkommen und welche Funktion sie erfüllen.
| Kollagen-Typ | Hauptvorkommen | Hauptfunktion |
|---|---|---|
| Typ I | Haut, Knochen, Sehnen, Bänder, Zähne | Verleiht hohe Zugfestigkeit und Stabilität |
| Typ II | Gelenkknorpel, Bandscheiben, Glaskörper des Auges | Sorgt für Druckelastizität und Stoßdämpfung |
| Typ III | Blutgefäße, Darm, Gebärmutter, Haut, innere Organe | Unterstützt Elastizität und die Struktur weicher Gewebe |
Kollagen Typ I
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Macht etwa 90 % des gesamten Kollagens im Körper aus.
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Besonders wichtig für:
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Haut
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Haare und Nägel (indirekt)
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Knochen
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Sehnen und Bänder
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Wird häufig in Beauty- und Anti-Aging-Präparaten verwendet.
Geeignet, wenn das Ziel ist:
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Hautelastizität
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Faltenreduktion
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Knochen- oder Sehnengesundheit
Kollagen Typ II
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Kommt fast ausschließlich im Knorpelgewebe vor.
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Unterstützt die Belastbarkeit der Gelenke.
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Wird häufig bei:
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Arthrose
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Gelenkschmerzen
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sportlicher Belastung
eingesetzt.
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Es gibt zwei Formen:
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Hydrolysiertes Typ-II-Kollagen: liefert Aminosäuren als Bausteine.
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Undenaturiertes Typ-II-Kollagen (UC-II): wirkt vermutlich über eine Beeinflussung des Immunsystems und wird in deutlich geringeren Mengen eingenommen.
Kollagen Typ III
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Findet sich oft zusammen mit Typ I.
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Wichtig für:
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Blutgefäße
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innere Organe
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Haut
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Wundheilung
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Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil von Typ III im Gewebe ab.
Welcher Typ ist der richtige?
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Für Haut, Haare, Nägel und Knochen: Typ I (oft zusammen mit Typ III)
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Für Gelenke und Knorpel: Typ II
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Für allgemeine Unterstützung des Bindegewebes: Kombination aus Typ I und III
Was sagt die Studienlage?
Studien deuten darauf hin, dass:
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hydrolysiertes Kollagen (meist Typ I und III) die Hautelastizität und -feuchtigkeit sowie teilweise Gelenkbeschwerden verbessern kann,
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UC-II bei manchen Menschen mit Kniearthrose Schmerzen und die Gelenkfunktion verbessern kann.
Die Effekte sind jedoch meist moderat und treten eher nach 8–12 Wochen regelmäßiger Einnahme auf. Für die körpereigene Kollagenbildung sind außerdem ausreichend Vitamin C, Eiweiß und weitere Nährstoffe wichtig.
Die Quelle des Kollagens ist oft wichtiger, als viele denken. Sie beeinflusst, welche Kollagen-Typen enthalten sind und wofür das Produkt hauptsächlich eingesetzt wird.
| Quelle | Enthält überwiegend | Häufige Verwendung |
|---|---|---|
| Rinderkollagen | Typ I und III | Haut, Knochen, Sehnen, allgemeines Bindegewebe |
| Fischkollagen | Typ I | Haut, Anti-Aging, da es sehr gut löslich ist |
| Hühnerkollagen | Typ II | Gelenke und Knorpel |
| Eierschalenmembran | Typ I, V und X sowie weitere Bestandteile | Gelenke und Bindegewebe |
Rinderkollagen
Vorteile:
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Enthält viel Typ I und III.
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Gut geeignet für Haut, Knochen, Muskeln und Sehnen.
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Oft preisgünstiger als Fischkollagen.
Empfohlene Menge:
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Meist 5–10 g hydrolysiertes Kollagen pro Tag.
Fischkollagen
Vorteile:
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Fast ausschließlich Typ I.
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Wird häufig für Haut, Falten und Hautfeuchtigkeit verwendet.
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Löst sich gut in Getränken und hat oft einen neutralen Geschmack.
Ob Fischkollagen besser aufgenommen wird als Rinderkollagen, wird häufig behauptet. Die bisherige Forschung liefert dafür jedoch keinen eindeutigen Nachweis. Beide werden nach der Verdauung in kleine Peptide und Aminosäuren zerlegt und können vom Körper genutzt werden.
Hühnerkollagen
Es enthält überwiegend Typ II und wird deshalb vor allem zur Unterstützung der Gelenke eingesetzt.
Besonders bekannt ist undenaturiertes Typ-II-Kollagen (UC-II):
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Tagesdosis meist nur 40 mg.
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Unterscheidet sich deutlich von hydrolysiertem Kollagen, das in Gramm-Mengen eingenommen wird.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Ein gutes Kollagenpräparat sollte möglichst:
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hydrolysierte Kollagenpeptide enthalten (außer bei UC-II),
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den Kollagen-Typ passend zum Ziel bieten,
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idealerweise mit Vitamin C kombiniert sein oder zusammen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln eingenommen werden, da Vitamin C für die körpereigene Kollagenbildung benötigt wird,
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möglichst wenige unnötige Zusatzstoffe enthalten.
Empfehlung nach Ziel
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Haut, Falten, Bindegewebe: Fisch- oder Rinderkollagen (Typ I, ggf. kombiniert mit Typ III), etwa 5–10 g täglich.
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Sport, Sehnen und Knochen: Rinderkollagen (Typ I und III), etwa 10 g täglich.
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Gelenke und Arthrose: Hühnerkollagen mit Typ II oder UC-II (typischerweise 40 mg täglich für UC-II gemäß Herstellerangaben).
Die meisten Studien beobachten mögliche Effekte erst nach 2–3 Monaten regelmäßiger Einnahme.

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